Influencer Marketing

Knigge in sozialen Netzwerken

Bilder der letzten Firmenfeier teilen oder lustige Katzenvideos posten? Was gehört sich eigentlich in der Netzkultur 2.0?

Adolf Freiherr Knigge wusste bereits im 18. Jahrhundert wie wichtig gute Umgangsformen mit anderen Menschen sind. Im Zeitalter der Digitalisierung und der viralen Kommunikation ist es noch wichtiger diese auch in die sozialen Medien zu übertragen.
Durch den Wegfall von Mimik, Gestik oder Tonalität können Botschaften schnell falsch verstanden werden. Und auch Anonymität und Unnahbarkeit stärken negative Verhaltensweisen im Netz.
Als Unternehmen nutzen Sie soziale Netzwerke zu Werbezwecken, Kundensupport, aber vor alledem zur Selbstdarstellung. Also ist es besonders für Sie interessant zu wissen, wie richtiges Verhalten im Internet aussieht.

Regel 1: direkt und klar kommunizieren. Im Netz steht das Wort für sich allein. So können schnell Missverständnisse entstehen. Um diese zu vermeiden, sollte stets auf eine deutliche und freundliche Formulierung geachtet werden. Auch Rechtschreibfehler gehören zu diesem Punkt. Zeigen Sie, dass Sie sich Mühe bei der Pflege ihrer Kanäle geben. Rechtschreibfehler wirken schnell lieblos, ungepflegt und unseriös.

Regel 2: Schnell kommunizieren. Soziale Netzwerke stehen für einfache und schnelle Kommunikation. Gerade im Umgang mit Kunden ist eine hohe Reaktivität für die Bindung und das Vertrauen unerlässlich. Wichtig ist es von daher, unabhängig vom Kanal, in relativ schneller Zeit zu reagieren. Als Faustregel gelten Maximum 24 Stunden.

Regel 3: Menschen persönlich ansprechen. Durch die Anonymität im Internet entsteht meist Distanz. Doch ihr Ziel als Unternehmen sollte die Nähe zum Kunden und zu Partnern sein. Sprechen sie also die Kunden und Partner stets direkt und persönlich an, um eine höhere Bindung aufzubauen. So wird dem Kunden eine persönliche Wertschätzung suggeriert- denn jeder Mensch ist gerne wichtig.

Regel 4: Richtiger Einsatz der Emoticons. In der Nachricht an die Familie mal eben die neuen Emoticons ausprobieren- alles kein Problem. Doch wie sieht das für die professionellen Kanäle aus? Für ihr Unternehmen sollten Sie immer im Hinterkopf behalten: Welche Zielgruppe spreche ich an und welchen Content verbreiten Sie? Locker luftige Einträge können durch die richtigen Emotionen aufgewertet werden. Bei ernsten, seriösen Themen gilt ein klares Verbot.

Regel 5: erst Denken- dann Posten. Als Unternehmen sollen Sie ein interessanter und interessierter Gesprächspartner sein. Teilen Sie bedachte, wertvolle und für ihre Zielgruppe relevante Beiträge. Achten Sie darauf, dass es auch durchaus Inhalte gibt, die nicht veröffentlicht werden sollten. Denn- das Netz vergisst nie. Einmal Online ist es schwer Beiträge einfach wieder loszuwerden. Das kann ihrem Image langfristig Schaden zufügen.